03.10.2012_Rechtspopulist_innen in Mainz_Wiesbaden

Rechtspopulist_innen in Mainz_Wiesbaden

Am 24.03. trat zum ersten Mal ein Mainzer Ableger der rechtspopulistischen PI (Politically Incorrect)in Erscheinung. Diese konnten bisher wenig von sich reden machen. Bisheriger Höhepunkt war ein Infostand in der Mainzer Innenstadt, der allerdings nicht halb so gut besucht war, wie PI oder Facebook es versprachen.

Anfang Juli hatte sich auf der Seite pi-news.net eine Wiesbadener Gruppe zu Wort gemeldet. Diese hat sich zum ersten Mal in einer wenig öffentlichkeitswirksamen Mahnwache in Wiesbaden gezeigt.
Als nächstes ist am Samstag, dem 06.10. in Mainz am Staatstheater um 10:00 ein Infostand geplant. Danach möchten die rassistischen Islamkritiker, wie sie sich selbst nennen, einen Infostand am 20.10. in Wiesbaden am Mauritiusplatz durchführen, ebefalls um 10 Uhr.

PI ist eine rassistische und islamfeindliche Gruppe. Sie versuchen allerdings, durch ihr bürgerliches Auftreten sowie der Betonung einer angeblichen pro-israelischen Haltung, zu herkömmlichen Neonazis abzugrenzen.
Zu den Merkmalen von PI gehört ein Selbstverständnis als Verfechter_innen der Meinungsfreiheit. Dabei geht es weniger um etablierte Menschenrechte als viel mehr um den Wunsch Rassismen ausgelassen von sich geben zu können. So lesen sich auch die Kommentarspalten auf pi-news.net.
Sich selbst bezeichnete Gründer Stefan Herre als islamophob, da er Angst vor dem Islam habe. Diese verallgemeinernde Haltung findet sich überall bei PI. Der Wahn von einer geplanten ?Islamisierung Europas? durch Ausnutzung der Toleranz der Multikulturellen Gesellschaft kann als Bestandteil der Ideologie von PI verstanden werden.
Im PI-Verständnis des Islam spiegelt sich das eigene völkische Verständnis von Menschen wider. Den Muslim_innen wird abgesprochen sich im Wertekostüm der sogenannten westlichen Werte orientieren zu können. So sei der Islam keine Religion, sondern eine Gewaltideologie deren Anhänger_innen keine selbstständig handelnden Menschen seien.
In Rheinland-Pfalz arbeiten sie mit der rechtspopulistischen Kleinst-Partei „Die Freiheit“ zusammen.