14.01.2013: Antifeministen an der Uni Mainz stören!

Wie wir bei unseren Genoss_innen der kritischen linken lesen mussten, hat das Elternreferat an der Uni Mainz die Antifeministen Monika Ebeling und Arne Hoffmann eingeladen. Beide vertreten Positionen, die für uns nicht tragbar sind, und denen kein Raum gegeben werden darf.
Daher rufen wir euch dazu auf, zahlreich zum Vortrag zu kommen und eurem Unmut kreativ Luft zu machen. Je lauter desto besser.

Datum: 14.1. 18 Uhr,
Ort: Uni Mainz, Duesbergweg 10?14, Neubau Chemie, Hörsaal C 03 (EG)


Hier der Text der kritischen linken zu Monika Ebeling und Arne Hoffmann:

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Autonomes Elternreferat im Mainzer AStA lädt Antifeministin ein

Das Autonome Elternreferat an der Uni Mainz plant am 14. Januar eine
Veranstaltung mit der Antifeministin Monika Ebeling. Die Autorin des
Buches „Die Gleichberechtigungsfalle“ wird dabei zu dem Thema
„Gleichberechtigung und Diskriminierung bei Müttern und Vätern“
sprechen. Dazu hat das Referat den Männerrechtler Arne Hoffmann
eingeladen.

Das Autonome Elternreferat existiert seit Januar 2012 und hat das
Ziel, die geschätzten 1500 Studierenden mit Kind an der Uni Mainz zu
unterstützen.
Das Referat setzt sich dabei für die Verbesserung der Vereinbarkeit
von Studium und Elternschaft ein, und bietet einen regelmäßigen
Stammtisch für Studierende mit Kind an.
Zusätzlich arbeitet das Autonome Elternreferat auch inhaltlich. Es
verfasst Leserbriefe, Stellungnahmen, und macht dabei die oftmals
prekäre Situation von Studierenden mit Kind in der Öffentlichkeit
sichtbar.

Dieses harmonische Bild wird allerdings vom geplanten Auftritt der
Antifeministin Monika Ebeling gestört. Die ehemalige
Gleichberechtigungsbeauftragte der Stadt Goslar propagiert ein
konservatives Familienbild und spricht sich gegen die Unterstützung
von Frauenhäusern aus. Mit diesen Positionen trifft sie in den
entsprechenden Kreisen auf positive Resonanz, sie selbst trat 2011
beim 2. Internationalen Antifeminismus-Treffen als Rednerin auf.

Es wäre zu kurz gegriffen, den Referent_innen des Elternreferates
politische Naivität oder Unwissen zu unterstellen. Die Veranstaltung
wird auf der Seite des Referats mit „Geschlechterapartheid“ getaggt,
einem Begriff, mit dem in der Maskulinisten-Szene die angebliche
Unterdrückung von Männern bezeichnet wird. Dieser wenig
umgangssprachliche, szeneinterne Ausdruck legt eine ideologische Nähe,
vorsichtig formuliert, zumindest nahe.
Zusätzlich schreibt der erklärte Männerrechtler Arne Hoffmann auf
seinem Blog „genderama“, dass er eine persönliche Einladung vom
Elternreferat erhalten habe und kündigt seine Anwesenheit beim Vortrag
und der anschließenden Diskussion an. Arne Hoffmann ist als Autor der
Rechts-Konservativen Jungen Freiheit und als Redaktionsmitglied des
Magazins „eigentümlich.frei“ ein Protagonist der sogenannten Neuen
Rechten. Er ist zusätzlich Mitbegründer und aktueller Schriftführer
des antifeministischen Vereins Agens e.V.

Diese Fakten lassen für uns nur den Schluss zu, dass im Elternreferat
unter dem Deckmantel einer Gleichstellungspolitik konservativsten
Positionen Raum gegeben werden, die keinesfalls unwiedersprochen
bleiben dürfen.

Die kritische linke fordert daher das Autonome Elternreferat auf, die
geplante Veranstaltung abzusagen und vorhandenes Werbematerial
einzustampfen.

Links:
http://uni-mainz.elternreferat.de/drupal/13-01-14-vortrag-ebeling
http://genderama.blogspot.de/2013/01/monika-ebeling-vortrag-universitat-mainz.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Ebeling
http://de.wikipedia.org/wiki/Arne_Hoffmann
http://de.wikipedia.org/wiki/Maskulinismus
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